Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde
LZ vom 1. Mai 2017
UK Woche 2017/19

LZ: Barntruper feiern runden Geburtstag

LZ vom 3. Dezember 2016

Barntrup. "Mittendrin!" - unter diesem Motto feiert die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Barntrup 2017 ihr 700-jähriges Bestehen. Zum runden Geburtstag sind Konzerte, Kabarettauftritte, Workshops, Gottesdienste und viele weitere Aktionen geplant, die sich über das ganze Jahr erstrecken. Die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gange, wie die Organisatoren im LZ-Gespräch berichten. "700 Jahre christliches Leben in Barntrup - das ist schon etwas Besonderes", freut sich Pfarrerin Viktoria Keil. Seit fünf Jahren beschäftige sich ein Arbeitskreis mit dem Jubiläum, ergänzt ihr Ehemann, Pfarrer Michael Keil. "Wir haben für jeden Monat ein Highlight ausgesucht." Hier sind einige Beispiele: Am Neujahrssonntag, 1. Januar, läutet ein Festgottesdienst das Jubiläumsjahr ein. Zu Gast ist Dietmar Arends, Landessuperintendent der Lippischen Landeskirche.

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Ungewöhnlich ist die Anfangszeit des Gottesdienstes: 13.17 Uhr. "Die Zahlen erinnern an das Gründungsjahr der Gemeinde 1317", erklärt Michael Keil. Ein musikalischer Abend ist für Februar vorgesehen. Martin Buchholz und Dania König stellen ihr Programm "Ich such das Weite" in der Kirche vor. Es gehe um Pleiten und Pläne, erste Liebe, dritte Zähne, Herztöne und Silberstreifen, heißt es in der Ankündigung.

Ein prominenter Gast wird für April in der Kommune erwartet. Der Komponist und Musiker Dieter Falk, der im kommenden Jahr mit dem "Luther-Oratorium" deutschlandweit unterwegs sein wird, gibt gemeinsam mit seinen Söhnen ein Konzert. Zu hören sind bekannte Stücke von Johann Sebastian Bach und Choräle von Paul Gerhardt.

Im September, dem Gründungsmonat der Kirchengemeinde, ist ein offizieller Festakt mit Vorträgen und Musik geplant, wie die Organisatoren ankündigen. Auch ein ökumenischer Gottesdienst mit Landessuperintendent Dietmar Arends und dem Paderborner Erzbischof Franz-Josef Becker soll gefeiert werden. Heiter geht das Jubiläumsjahr dann schließlich zu Ende: Kirchenkabarett mit Ulrike Böhmer alias Erna Schabiewski steht auf dem Programm.

Ein Ziel sei es gewesen, mit den Veranstaltungen möglichst vielen Interessen gerecht zu werden, erklärte die dritte Pfarrerin der Gemeinde, Petra Siekmann-Heide. "Das Motto soll ausdrücken: Wir sind nicht nur geografisch "mittendrin" im Geschehen. Wir gestalten die Kirche und das christliche Leben mit den Menschen vor Ort." Und die Kirchenvorstandsvorsitzende Ursula Rauer ergänzt: Die Gemeinde sei in Barntrup gut vernetzt und pflege Kontakte zu den unterschiedlichsten Gruppen.   Tobias Schneider/Lippische Landeszeitung

 

1636 brannte die Kirche fast vollständig ab

Jubiläum: Die Geschichte der ursprünglich katholischen Gemeinde in Barntrup reicht zurück bis ins Mittelalter.

Barntrup (tos). Als katholische Kirchengemeinde hat sie begonnen: Am 20. September 1317 erklärte Simon I., Edler Herr zur Lippe, in einer Urkunde, dass eine Kirchengemeinde in Barntrup gegründet werden solle. "Vorher gehörten die Gläubigen zur Kirchengemeinde in Bega", erklärt Pfarrer Michael Keil. Etwa 200 Jahre war die Gemeinde katholisch, ab 1527 waren dann evangelische Pfarrer in Barntrup.

Die Geschichte der Kirche ist eng mit der Gründung der Gemeinde verknüpft. Das genaue Baudatum sei nicht bekannt, erklärt der Geistliche. "In ihrem Grundbestand geht das Gebäude aber auf das 14. Jahrhundert zurück." Ein markanter Einschnitt war das Jahr 1636. "Das Gebäude brannte fast vollständig ab, nur der Chorraum blieb stehen", sagt Michael Keil. Zwei Jahre später wurde die Kirche wieder aufgebaut.

Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt die Kirche einen Anbau, so dass 20 Sitzplätze mehr zur Verfügung standen. In den 1950er Jahren wurde eine Empore entfernt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen viele Flüchtlinge in die Stadt. "Es gab einen Bauboom, auch die Kirchengemeinde ist in dieser Zeit unheimlich gewachsen", erläutert Pfarrerin Petra Siekmann-Heide. "In Spitzenzeiten hatte sie mehr als 5000 Mitglieder." "Heute sind es etwas unter 3000", ergänzt Michael Keil.

Anfang der 1960er Jahre erhielt die Gemeinde eine weitere Pfarrstelle. Einige Jahre vorher war das Gemeindehaus gebaut worden. "Vorher gab es keines. Man traf sich im Pfarrhaus." Das "Haus der Begegnung" hat die Gemeinde inzwischen an die Stadt vermietet, damit dort Flüchtlinge einziehen können.

Lippische Landeszeitung vom 3. Dezember 2016

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