Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde

Brunhilde Bock im Ruhestand: Eine Ära geht zuende

Abschied: Brunhilde Bock war 26 Jahre lang Küsterin der Gemeinde.

Am 31. März ging in unserer Kirchengemeinde eine Ära zu Ende – die Ära Brunhilde Bock als Küsterin unserer Gemeinde. 26 Jahre und zwei Monate hat Brunhilde Bock sich gekümmert, gemacht und getan. Viele Kirchenvorstände, Pfarrer und Pfarrerinnen, haupt- und ehrenamtlich Tätigen hat sie dabei kennengelernt und mit ihnen zusammengearbeitet. Kirche und Gemeindehaus war ihr Element. So manchen Gottesdienst und manche Gemeindeveranstaltung hat sie vorbereitet und begleitet.

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Sie war mit Leib und Seele Küsterin. Sie war mit ganzem Herzen dabei. Halbe Sachen waren nie ihr Ding. Auf sie war Verlass, denn Zuverlässigkeit ist eine ihrer Stärken. 26 Jahre und zwei Monate im Dienst unserer Gemeinde – dafür danken wir ihr von ganzem Herzen.

26 Jahre und zwei Monate im Dienst der Gemeinde - auch ehrenamtlich. Brunhilde Bock brachte sich ein. Sie hat im HdB Jugendarbeit gemacht und im Kirchenchor und bei B-Joy! gesungen. Sie hat die Teestube geleitet und wird das auch weiterhin tun. Auch darüber sind wir sehr froh und ihr einfach nur dankbar.

26 Jahre und zwei Monate – viele gemeindliche Entwicklungen hat sie mitgemacht und sicherlich war das letzte Jahr noch mal ein sehr bewegtes. Seit dem 1. April ist Brunhilde Bock nun im Ruhestand. Wir wünschen ihr und ihrem Ehemann, der ihr in all den Jahren unterstützend zur Seite stand, einen wunderbaren – ruhig auch mal unruhigen Ruhestand.

Wir wünschen den beiden eine gute dienstfreie Zeit. Wir wünschen ihnen Zeit für all das, was in den vergangenen Jahren sicher oft an zweiter Stelle kam: für die Familie, die Enkelkinder,… für´s Campen, … für spontane Fahrradtouren, einfach weil´s Wetter heute schön ist … Und über alledem wünschen wir den beiden und allen, die ihnen am Herzen liegen, Gottes Segen für die Zukunft.

Brunhilde Bock´s offizielle Verabschiedung als Küsterin findet am 8. Mai im Gottesdienst mit anschließendem Empfang statt. Der Gottesdienst beginnt wie gewohnt um 10.30 Uhr in der Kirche. Wir laden sie alle ganz herzlich ein, mit dabei zu sein.

Petra Siekmann-Heide für den Kirchenvorstand

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Hinten von links: Peter Hilbich, Karla Gröning, Pfarrerin Petra Siekmann-Heide, Pfarrer Michael Keil, Uwe Huxoll, Mitte: Evelyn Wrede, Kerstin Willemsen, Sabine Lessmann, Silke Teubner, Ursula Rauer, Carsten Plän, Detlef Schmidt, vorn: Annemarie Rechenberger, Christina Jaschko, Danika Ortmeier, Ilona Kill, Pfarrerin Viktoria Keil.

Neuer Kirchenvorstand im Amt

Im Gottesdienst am Sonntag Quasimodogeniti ist der neue Kirchenvorstand der Gemeinde verpflichtet und eingeführt worden. Ihm gehören an: Peter Hilbich, Karla Gröning, Pfarrerin Petra Siekmann-Heide, Pfarrer Michael Keil, Uwe Huxoll, Evelyn Wrede, Kerstin Willemsen, Sabine Lessmann, Silke Teubner, Ursula Rauer, Carsten Plän, Detlef Schmidt, Annemarie Rechenberger, Christina Jaschko, Danika Ortmeier, Ilona Kill, Pfarrerin Viktoria Keil. Neben Horst Rechenberger an der Orgel gestaltete den Gottesdienst musikalisch der Singkreis der Gemeinde mit flotten Frühlingsliedern. Foto: Uwe Rottkamp

»Endstation Sehnsucht«: Sabine Herbrechtsmeier wurde vor 50 Jahren ordiniert

Vor 50 Jahren ordiniert: Sabine Herbrechtsmeier mit Landessuperintendent Dietmar Arends, den Pfarrerinnen Viktoria Keil und Petra Siekmann-Heide (vorne) sowie aktiven und ehemaligen Kirchenältesten, Wegbegleitern und Superintendent Holger Postma (hinten). Foto: Uwe Rottkamp

„Barntrup – das war für mich Endstation Sehnsucht“, erinnert sich Pfarrerin i.R. Sabine Herbrechtsmeier. Man merkt der lebhaften 81-jährigen Frau im Gespräch heute noch an, wie viel ihr diese Pfarrstelle, die sie von 1979 an 17 Jahre lang innehatte, bedeutet hat. Frauen im Pfarramt – das ist heute in der Evangelischen Kirche in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Dass dies so ist, liegt erst wenige Jahrzehnte zurück. In Lippe war Sabine Herbrechtsmeier 1979 in Barntrup die erste Gemeindepfarrerin. Möglich wurde dies durch die vollständige gesetzliche Gleichstellung von Pfarrerinnen und Pfarrern ein Jahr zuvor. Frauen konnten in Lippe nun auch auf Gemeindepfarrstellen gewählt werden und sie mussten sich nicht mehr zwischen Ehe und Beruf entscheiden. Und so trat Sabine Herbrechtsmeier, die im Januar 1966 in Herford ordiniert worden war und 1969 den lippischen Landwirt Walter Herbrechtsmeier geheiratet hatte, im Alter von 45 Jahren ihre erste Pfarrstelle in Barntrup an.

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Hausbesuche bei den Menschen ihrer Gemeinde und das Predigen waren ihr besonders wichtig: „Auf der Kanzel habe ich mich sehr wohl gefühlt.“ Weitere Aufgaben kamen hinzu, so war die Pfarrerin unter anderem mehrere Jahre im Vorstand des Westfälischen Kinderdorfs Barntrup aktiv, auch als Vorsitzende und heute noch im Kuratorium, sowie viele Jahre Mitglied der Lippischen Landessynode.

Bis hierhin lag ein langer Weg hinter ihr. 1934 in Eisleben geboren, hatte Sabine Herbrechtsmeier – damals hieß sie noch von Reinbrecht – im Oktober 1957 ihr Theologiestudium aufgenommen. Zuvor hatte sie bereits ein Übersetzerdiplom in Heidelberg in den Sprachen Italienisch und Französisch erworben. Dass sie dann doch noch Theologie studierte – daran war ihre zweite Leidenschaft, die Musik, nicht unbeteiligt. „Ich spielte in meiner Jugend mit meiner Geige in der Frauenhilfe und habe bei den Andachten immer sehr aufmerksam zugehört“.

Durch den Beruf ihres Vaters, er war Geologe im Bergbau, war die Familie viel herumgekommen. Auch dies hat die junge Frau damals geprägt, ebenso wie die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs: „Insbesondere mein Vater hat mir mit seinen Erzählungen Toleranz als ein hohes Gut vermittelt“. Darum liegt ihr heute ein Thema sehr am Herzen: „Ich wünsche mir, dass die Integration der Flüchtlinge, insbesondere auch hier bei uns in Barntrup, gut gelingt.“

Das Jubiläum wurde mit einem Festgottesdienst und anschließendem Empfang begangen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor und dem Singkreis der Gemeinde, die Predigt hielt Landessuperintendent Dietmar Arends. Neben den offiziellen Glückwünschen erinnerten Wegbegleiter an die vielen Ereignisse, Erlebnisse und Spuren, die Sabine Herbrechtsmeier in ihrem Umfeld hinterlassen hat. Gemeindepfarrerin Viktoria Keil, selbst Herbrechtsmeiers letzte Vikarin vor dem Ruhestand, unterstrich, in vielen Bereichen bis hin zur festen und überzeugenden Glaubenstreue von ihr geprägt worden zu sein.

Die Jubilarin selbst antwortete nur kurz: „Ich habe heute nur Dank zu sagen – Ihnen allen und unserem Herrgott.“ Und als beim Empfang erneut eine Laudatio angesetzt wurde, unterbrach sie freundlich-bestimmt, indem sie einfach den Kanon „vom Aufgang der Sonne“ anstimmte. Typisch Herbrechtsmeier. UK/rot

Abdruck mit freundlicher Genehmigung von UNSERE KIRCHE

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